Eine App zum Finden der Storchennester

Neutrebbin (MOZ) Wie viele Storchennester gibt es überhaupt im Oderbruch? Wo sind sie zu finden? Und welche Geschichten ranken sich um die Adebars? Antworten auf diese Fragen haben die Schüler zwar noch nicht. Aber die Idee, per App ein Angebot für Touristen und Vogelinteressierte zu schaffen, mit dem man sich auf dem Handy anzeigen lassen kann, wo gerade gebrütet wird, wer die Nisttafel führt und welche Besonderheiten es gibt. Die Schüler stehen damit aber noch am Anfang. Sie haben sich an diesem Mittwoch einen MOZ-Redakteur der Seelower Lokalredaktion eingeladen, um Tipps für die Gestaltung zu bekommen.

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Projektgruppe: Im Computerkabinett der Oberschule sitzen die Schüler selten so zusammen. Denn die Daten für ihre Vorhaben finden sie noch immer analog in ihren Gemeinden. © ULF GRIEGER

Ihre bisherige Datenlage ist noch etwas spärlich. In Altbarnim, Neutrebbin und Kunersdorf waren sie fündig geworden. Die App soll aber so gestaltet werden, dass sie ständig aktualisiert werden kann.
„Wir haben uns bereits mit Giesela Ziehm vom Nabu aus Bad Freienwalde in Verbindung gesetzt, um etwas über die Störche zu erfahren“, berichtet Dominik über ihre Datensuche. Der MOZ-Redakteur ermunterte sie, die Menschen ansprechen, die in der Nähe der Nester wohnen, um zu erfahren, wer die Adebars in persönliche Pflege genommen hat und wer sich darum kümmert, wenn Küken rausgeworfen oder die Nester in Ordnung gebracht werden müssen. Auch historische Daten zur Storchennestpflege, in der der Bad Freienwalder Umweltschutznestor Kurt Kretschmann wirkte, seien wichtig. Eine andere Projektgruppe ist dabei, den Internetauftritt der Schule zu aktualisieren. Sophie hat sich der Seite, die seit dem Weggang der Zehner 2014 nicht mehr aufgepeppt worden war, mit ihrer Projektgruppe angenommen. Neben der Aktualität gabs Probleme mit einigen Funktionen. Der Vertretungsplan zum Beispiel, wichtigste Informationsquelle an jeder Schule, funktioniert seit nicht mehr. Lehrer waren zum Teil nur mit Nachnamen genannt. Und einige der Fotos machten nicht Lust, sie anzuklicken und weiter zu lesen. Die künftigen Zehntklässler wollen das alles jetzt gemeinsam mit Lehrerin Marion Schmid und Schulleiterin Ina Wilhelm ändern. „Einige Schüler erhalten die Möglichkeit, auf vorgegebenen Modulen direkt Neuigkeiten und Fotos zu posten“, erklärt die Schulleiterin, wie das Probleme der immer wieder ins Stocken geratenden Aktualisierung gelöst werden soll.
Die Schüler können dabei aktuelle Probleme etwa bei längerem Ausfall von Fachlehrern, bei der Schülerbeförderung oder Berichte zu interessanten Schulprojekten posten. Ihre derzeitige Projektarbeit soll dabei natürlich auch eine Rolle spielen. Der MOZ-Redakteur riet ihnen zur sorgfältigen Recherche und intensiver Arbeit mit den Fotomotiven. Schließlich soll die aktualisierte Internetseite dazu beitragen, dass die Schule auf sich aufmerksam macht und damit attraktiver für künftige Siebtklässler wird.
Justin und Patrik sind dabei, eine digitale Karte von Neutrebbin mit historisch interessanten Objekten zu erstellen. Ein Klick auf ein Foto gibt ihren erläuternden Text frei. Eine Grundlage dafür ist das 2001 von Werner Michalsky im Auftrag der Gemeinde herausgebrachte Buch „Neutrebbin und seine Dörfer“. Jetzt sind die Schüler dabei, bei Zeitzeugen weitere Fakten zu sammeln. Im Pfarrhaus waren sie bereits, um von Pfarrer Arno Leye etwas zur Kirchengeschichte zu erfahren. Weitere Personen werden noch befragt, um die Fakten aus den Büchern mit Erlebnissen der Menschen zu ergänzen und somit das Ganze lebendiger zu gestalten.
ULF GRIEGER 09.07.2015 06:01 UHR
RED. SEELOW, SEELOW-RED@MOZ.DE

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