Schule bedankt sich bei Bärbel Manthey

Sekretärin nach 30 Jahren im Ruhestand/ In drei Schulformen an der Seite der Lehrer und Schüler

Neutrebbin (MOZ). Nach 30-jähriger Dienstzeit ist am Freitag Schulsekretärin Bärbel Manthey in den Ruhestand verabschiedet worden. Oberschüler, aktuelle und ehemalige Kollegen von der Polytechnischen Oberschule, der Real-, Grund- und Oberschule sowie Sylvia Borkert im Namen des Schulträgers Barnim-Oderbruch und Werner Mielenz als Bürgermeister richteten ihr zuliebe eine große Abschiedsfeier in der Schulturnhalle aus.

Dabei war Bärbel Manthey dieser Weg nicht in die Wiege gelegt. Die gelernte Agraringenieurin hatte sich, um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben, 1987 entschlossen, noch einmal ganz von vorn anzufangen. Das war keine leichte Entscheidung. „Ich habe schon in der Schule gearbeitet und nebenbei einen Schreibmaschinen- und später einen Computerkurs absolviert“, erinnert sie sich. „Meine ersten Chefs waren drei Männer. Sie haben mir zunächst gezeigt, wie das hier abläuft.“ Siegfried Link, damals Leiter der Polytechnischen Oberschule Neutrebbin, sowie Alfred Effert und der bereits verstorbene Hagen Rippich gehörten in der Vorwendezeit zur Schulleitung.

Auf dem Ehrenstuhl: Neutrebbins Schulsekretärin Bärbel Manthey (l.) wurde feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Schulleiterin Doreen Kind hatte extra ein Gedicht dafür verfasst.

Auf dem Ehrenstuhl: Neutrebbins Schulsekretärin Bärbel Manthey (l.) wurde feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Schulleiterin Dorren Kind hatte extra ein Gedicht dafür verfasst. Foto: Ulf Grieger

Bald darauf sollte sich die Schullandschaft rasant ändern. Die Oberschule war zum Teil in Neulewin und zum Teil in Neutrebbin ansässig. Die Grundschule wurde eigenständig. Mit dem Umzug des Neulewiner Oberschulteils nach Neutrebbin wurde die Realschule gebildet und hatte im heutigen Oberschulgebäude ihre Glanzzeit. Undine Finn, sie hatte die Geschicke dieser Einrichtung viele Jahre gelenkt, war ebenso zur Verabschiedung gekommen wie Siegfried Link, Volker Maschler und viele andere Mitstreiter.

Bevor die große Gratulationscour begann, trug Schulleiterin Doreen Kind ein selbst verfasstes Gedicht vor, in dem es um die sprichwörtliche Hilfsbereitschaft ging, mit der Bärbel Manthey Lehrern wie Schülern auch so manches seelische Trostpflaster, so manche Ermutigung verabreichte. Und auch disziplinarisch war die Sekretärin eine Respekts- und Vertrauensperson.

Besonders bewusst wurde dies bei den herzlichen Verabschiedungen, bei denen es neben  Umarmungen auch so manches individuelle Wort gab. Als die Zehntklässlerin Tina Knoop an der Reihe war, gab es das sogar laut durchs Mikro: „Ich weiß noch, wie schüchtern Tina zum ersten Mal bei mir im Sekretariat stand. Und nun schaut sie euch an: Was ist das für eine tolle Schülerin geworden“, so Bärbel Manthey. Geschichten wie diese gibt es viele aus den 30 Arbeitsjahren.

An einige kann sich die frischgebackene Ruheständlerin, die sich nun verstärkt dem Sport und den Enkeln widmen will, auch an Hand von Fotodokumenten erinnern, die ihr die Schule zum Abschied überreichte.

Ulf Grieger / 14.04.2018, 06:00 Uhr, MOZ
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