Im Sommer Schanzen hinunter gerodelt

Spannende Projekttage an der Neutrebbiner Oberschule/ Palette reichte von Natur über Kreativität bis Energie und Theater

Neutrebbbin (MOZ). „Ab in die Natur“ hieß das Projekt, für das sich 13 Schüler anmeldeten. Ziel war es, ein paar Tage außerhalb der Schule und möglichst in der Natur zu verbringen. In der Jugendherberge Buckow fanden sie diesen Ort. Das Projekt startete mit einer Kräuterwanderung unter Leitung von Antje Kierstein, die eine Naturheilpraxis betreibt. Es wurden Kräuter erklärt und gesammelt und anschließend daraus Salat und ein Pesto zubereitet. Am nächsten Tag ging es zum Scharmützelsee zum Badetag. Am Abreisetag regnete es. So konnte der Plan einer erneuten Wanderung zum See nicht umgesetzt werden. Plan B war die Wanderung in den Ort.

Die Teilnehmer des Lego-Projekts arbeiteten mit polnischen Gästen in Gusow, wo sie auch übernachteten. Lego, Bogenschießen, Fußball und Kanu standen auf dem Programm. Die Arbeitsgemeinschaft an unserer Schule soll wieder auferstehen und auch an Wettbewerben teilnehmen.

Im Projekt Mode und Frisuren zauberten die Schüler aus alten Shirts neue Sommermode. Dazu benutzten sie Stofffarben, Nieten, Perlen und natürlich ihre eigene Kreativität. Mit Lockenstab, Glätteisen und Bobby-Pins wurden Frisuren  ausprobiert.  Die Schülerinnen schminkten sich gegenseitig mit Tages- und Abendmake up und testeten, wem Smokey-Eyes besonders gut stehen.

Ohne Strom kein TV, Smartphone, Computer. Wie kommt er dorthin? Was macht die Umwelt? Darum ging es im Energieobjekt mit dem Energieversorger. Außerdem besuchte die Gruppe den Solarpark in Neuhardenberg, die Biogasanlage in Neutrebbin und die historische Wassermühle in Worin. Auch bauten die Projektteilnehmer einen elektrischen Würfel sowie Modelle zu den genannten Objekten. Großer Dank geht an dieser Stelle an die EWE Wildau unter Leitung von Frau Jeschke und Herrn Ruch.

Eine weitere Gruppe arbeitete an der von Frau Wilhelm entworfenen Website der Schule. Außerdem beschäftigte sich eine Gruppe mit den Storchennestern im Oderbruch und eine andere mit historischen Denkmälern und Gebäuden in Neutrebbin. Ulf Grieger, Redakteur der MOZ, gab uns wichtige Hinweise zum Schreiben von Texten bzw. zum Fotografieren. Wichtigstes Fazit für uns: Es geht immer um den Menschen, er muss im Vordergrund stehen.

Die Projektgruppe „Turmdiplom“ machte Bad Freienwalde und Umgebung zu ihrem Gegenstand. Bei einer Stadtführung mit Heiko Krämpfe von der Touristeninformation erfuhren die Schüler viel Interessantes und Sehenswertes dieser Kurstadt. So waren sie fasziniert vom Taufbecken und dem Engel, in der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kirche St. Nikolai. Der etwas anstrengende Aufstieg zum Eulen- und Aussichtsturm wurde mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Spannend war natürlich, dass sie von den Zehn- und 20-Meter-Sprungschanzen rodeln durften. Besonders beeindruckend fanden sie allerdings, als Stefan Wiedmann, Trainer vom WSV 23 in Bad Freienwalde, ihnen einen Sprung von der 60-Meter-Schanze zeigte. Am letzten Tag mussten sie noch einmal all ihre Kräfte bündeln, um die 100 Stufen hinauf zum Bismarkturm zu schaffen. Das Turmdiplom hielten alle stolz am Ende dieser Projektwoche in den Händen.

Sportlich  und fair verlief das Projekt Fußball. Hier ging es darum, seine Grenzen zu testen, den Teamgeist zu fördern und zu akzeptieren, dass nicht derjenige der Beste ist, der am längsten am Ball ist. Oberstes Ziel war es, allen begreiflich zu machen, dass man nicht immer gewinnen muss, aber man trotzdem davon überzeugt ist, das Richtige zu tun. In einer weiteren Gruppe wurde gemalt und experimentiert. Die Schüler probierten sich im Anfertigen von Linolschnitten und Wachsgraffito, dem Gestalten eines Zentangels (meditative Form des Zeichnens), dem Abklaschverfahren (Reproduktionsverfahren für Inschriften) und der Encaustictechnik (mit Wachs). Alle Verfahren wurden dokumentiert und sind im Kunstraum der Schule als neue Raumgestaltung und Unterrichtsinspiration zu sehen.

Die Mitglieder der Theatergruppe haben viele spannende Sachen mit dem Theaterregisseur Hartwig Müller erlebt. Er gab ihnen Tipps und zeigte ihnen Tricks, wie man Gefühle ausdrücken und wie man wach werden kann. Sie hatten geplant, „Romeo und Julia“ zu inszenieren. Das hat leider nicht geklappt, so mussten sie improvisieren, was ihnen auch sehr viel Spaß gemacht hat. Bei der Präsentation am Ende der Projektwoche zeigten sie mit und ohne Worte, wie man kleine schauspielerische Leistungen darbietet. Dank an Herrn Müller und Frau Wanke für ihre Geduld.

Marion Schmid
Oberschule Neutrebbin

 

10 Buckow Dorf

Rast: Die Natur-Gruppe bei einer Pause in Buckow.
Foto: Schule

 

 

 

 

Im Sommer Schanzen hinunter gerodelt