Neubau vor der Turnhalle favorisiert

Machen sich ein Bild: Die Mitglieder des Amtsausschusses des Amtes Barnim-Oderbruch. Beim Rundgang mit dabei - Gabriela Fietze, die kommissarische Schulleiterin (l.)  - © MOZ/NADJA VOIGT

Machen sich ein Bild: Die Mitglieder des Amtsausschusses des Amtes Barnim-Oderbruch. Beim Rundgang mit dabei – Gabriela Fietze, die kommissarische Schulleiterin (l.)
– © MOZ/NADJA VOIGT

Neutrebbin (MOZ) Die anstehenden Baumaßnahmen in der Oderbruch-Oberschule Neutrebbin haben die Mitglieder des Amtsausschusses vor ihrer Sitzung am Dienstag beschäftigt. Bei einem Rundgang mit Gabriela Fietze, der kommissarischen Schulleiterin der Bildungseinrichtung, konnten sich die Abgeordneten einen Eindruck von den Räumlichkeiten machen.

 

Das neue Unterrichtskonzept der Oberschule sieht die Aufteilung des Klassenverbandes in einigen Fächern in Lerngruppen mit differenzierten Ansprüchen vor. „Wir haben nun heterogene Klassen und schon nach den ersten sechs Wochen im neuen Schuljahr kann ich sagen, dass unsere Entscheidung richtig war“, wertete Gabriela Fietze am Dienstag. Die Schüler würden nun auch untereinander intensiver lernen und sich gegenseitig anspornen und helfen, so ihr erster Eindruck. Fünf Schüler mit besonderem Förderbedarf hat die Schule bereits betreut oder betreut sie noch – sowohl mit körperlichen aber auch emotionalen oder sozialen Defiziten.
Aufgrund des neuen Konzeptes werden ab diesem Schuljahr weitere Klassen- aber auch Vorbereitungsräume benötigt. Die gegenwärtigen örtlichen Verhältnisse an der Oberschule lassen verschiedene Ansätze zu, wie Amtsdirektor Karsten Birkholz den Mitgliedern des Amtsausschusses bei dem Rundgang verdeutlichte. Möglich sei zum einen die Aufstockung des vorhandenen Gebäudes, zum anderen eine Erweiterung des ehemaligen Heizhauses. Dort ist der Technikraum untergebracht, der über die Ferien neu gestaltet und mit neuen Werkbänken und Möbeln ausgestattet wurde. Für die Bewilligung der Gelder zum Ausbau des alten Heizhauses dankte Gabriela Fietze den Abgeordneten noch einmal ausdrücklich.
Da sich daneben noch ein Gymnastikraum befinde, der bei dem geplanten Umbau genau wie der Technikraum nicht zu nutzen sei, favorisiert die kommissarische Schulleiterin die Variante, die ehemaligen Abwassergruben vor der Turnhalle abzureißen und dort den Baugrund für ein neues Gebäude zu schaffen. „Dann wäre auch der Bau in absehbarer Zeit und während des Schulbetriebes möglich. Das kann ich mir zum Beispiel bei der Aufstockungsvariante nicht so recht vorstellen“, sagte sie.
Der ursprünglich ebenfalls angedachten Container-Variante hätten dagegen zwei Anbieter-Firmen eine Absage erteilt, informierte Karsten Birkholz. Aufgrund der geringen Größe würde sich das für sie nicht lohnen, gab Birkholz die Begründung wieder. „Und diese Variante hätte auch den ohnehin begrenzten Raum auf dem Schulhof weiter verkleinert.“
189 Schüler werden an der Oderbruch-Oberschule in Neutrebbin derzeit unterrichtet. Seit 2005 ist die Bildungseinrichtung Oberschule und beschult zweizügig die siebten bis zehnten Klassen. Größere Investitionen, wie zuletzt der Technikraum, werden aus dem Haushalt des Amtes Barnim-Oderbruch bezahlt, die Betriebskosten dagegen werden vom Landkreis erstattet. In der Vergangenheit hat das Amt als Träger in Türen, Fenster, Toiletten, Dachdämmung, Brandschutz oder das Computerkabinett investiert. Auch über einen behindertengerechten Zugang verfügt die Schule. Für den nun geplanten Anbau rechnet die Amtsverwaltung mit 120 000 Euro Planungskosten, wovon 80 000 Euro an Fördermitteln fließen könnten. „Ein Bescheid über die Fördermittel liegt jedoch noch nicht vor“, informierte Karsten Birkholz. Der Eigenanteil des Amtes Barnim-Oderbruch würde sich demnach auf rund 40 000 Euro belaufen.
Zum gesamten Sachverhalt wird es Ende Oktober/Anfang November noch einmal einen Sonder-Amtsausschuss geben, sagte Karsten Birkholz am Dienstag. Dieser werde jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Damit solle verhindert werden, dass die Planungsunternehmen, die dabei ihre Konzepte vorstellen sollen, bei ihren Mitbewerbern zuvor anwesend sein können, was ihnen im Wettbewerb zum Vorteil gereichen könnte.

NADJA VOIGT 16.10.2014 06:23 UHR
RED. BAD FREIENWALDE, FREIENWALDE-RED@MOZ.DE

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