Frei nach Wilhelm Busch: „Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist’s! Reise, reise!“

 

Diesen Worten folgend, begaben wir uns, eine Gruppe von Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9 des Schulzentrums Neutrebbin sowie Frau Doreen Kind und Herr Torsten Pohl, auf Bildungsfahrt nach Hastings.   Viele Schüler/innen derselben Jahrgangsstufe der Grund- und Oberschule Wriezen nahmen ebenfalls an der Reise teil.

Schon der herrliche Anblick der in der Sonne schneeweiß schimmernden Klippen von Dover versetzte uns in eine freudige Stimmung. In Dover angekommen, besichtigten wir gleich das hoch oben auf den Klippen gelegene Castle. Dazu mussten wir den etwas steilen Aufstieg zur Burg meistern. Oben auf der Burg wurden wir mit einem supertollen Ausblick auf die Stadt und den Ärmelkanal belohnt. Im Inneren der Burg wurden wir von den hohen Räumen mit steinernen Fußböden, rustikaler Ausstattung sowie Spuren mittelalterlichen Lebens in die Zeit von Richard Löwenherz und Robin Hood zurückversetzt.

In Hastings angekommen, war die Aufregung vor dem ersten Treffen mit den Gastfamilien groß. Hat meine Gastfamilie auch WLAN? Ist deren Haus so eng, wie es uns angekündigt worden war? Was gibt es zum Abendbrot? Dürfen wir danach noch einmal das Haus verlassen? Diese und ähnliche Fragen stellte sich wohl jede/r Schüler/in. Dann kamen die Gastfamilien oder einige von uns wurden sogar mit dem Taxi zu deren Haus gebracht.

Wir, die Begleiter/innen, mussten auf die Antworten unserer Schüler/innen bis zum nächsten Morgen warten. Wir waren sehr erleichtert, als wir deren entspannte Gesichter sahen und ihren oft ausgelassenen Eindrücken des ersten Kontaktes mit den Gastfamilien lauschten.

Unser Hauptziel an diesem Tag war London – die britische Hauptstadt. Zunächst genossen wir von Greenwich aus die tolle Sicht auf den nördlichen Teil der Metropole. Dann fuhren wir mit dem Boot die Themse entlang und sahen entspannt eine Sehenswürdigkeit nach der anderen. Der Höhepunkt war der Blick auf die imposante Tower Bridge und die Fahrt hindurch.

Englandfahrt 2019 HP

Danach flogen wir eine Runde mit dem London Eye. Und wieder war die strahlende Sonne unser Begleiter, so dass wir den atemberaubenden Ausblick auf die Großstadt in vollen Zügen genossen. Anschließend liefen wir zur Waterloo Station – diesen riesigen Bahnhof, in der die Menschenmassen wie Ameisen geschäftig wimmelten.

Enlandfahrt 2019 London Eye HP 1

Am Dienstag war der Höhepunkt des Tages der Besuch von Beachy Head. Das ist der Ort, an dem das Blau des Meeres, das weitläufige Grün der sanften Hügel und das Weiß der Kreidefelsen Generationen von Besuchergruppen in Staunen versetzt. Uns ging es nicht anders. Nach der ausgedehnten Wanderung am Rande der Klippen entlang waren wir stolz darauf, die Strecke von ca. 6 km geschafft zu haben.

Am nächsten Tag besichtigten wir Leeds Castle, ein Wasserschloss, das auf zwei kleinen Inseln errichtet wurde. Besonders beeindruckend war die Zeitreise durch die britischen Architekturstile der letzten Jahrhunderte. So betraten wir das Schloss durch den Keller, der im 12. Jahrhundert gebaut wurde. Des Weiteren sahen wir z.B. das Schlaf- und Badezimmer der Königinnen des Mittelalters, den Bankettsaal aus der Zeit von Heinrich VIII sowie die Ausstattung der High Society der 30er Jahre. Die riesigen wunderschönen Park- und Gartenlandschaften mit dem Labyrinth luden uns zum Spazieren und Entspannen ein.

Das Highlight des Tages für uns Schüler/innen war das Ausprobieren der englischen Sportarten Tag Rugby und Cricket am Nachmittag. Unsere jungen, dynamischen und gut gelaunten Trainer verstanden es, uns bis über den Einbruch der Dunkelheit hinaus für die Sportarten zu motivieren und aktivieren.

Am Donnerstag hieß es Taschenpacken für die Heimfahrt. Vorher sahen wir uns die Schmugglerhöhlen in Hastings an, die die Geschichte über das Schmuggeln an der englischen Ostküste vor 200 Jahren mit allen Sinnen erlebbar machen.

Neben allen Einblicken in die englische Geschichte und das Alltagsleben der Briten, hatten wir regelmäßig Freizeit, um das Thema der britischen Einkaufskultur in Kleingruppen zu erforschen, ob nun in London, Brighton, Hastings oder Canterbury.

Zum Abschluss erinnern wir noch einmal an die Worte von Wilhelm Busch:

„Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist’s!
Reise, reise!“

Wir können diesen Worten nur zustimmen, denn unsere Bildungsfahrt nach Hastings schenkte uns Freude an zahlreichen Begegnungen, einen Einblick in die Schönheit britischer Architektur, in die Vielfalt englischer Kultur, die Möglichkeit, die Facetten der Natur Südenglands bei strahlender Frühlingssonne zu genießen und damit unsere Gesundheit zu stärken.

 
Colin Berger, Timo Gerhardt 9/1
Doreen Kind Englischlehrerin/ komm. Schulleiterin
Schulzentrum Neutrebbin

 

Frei nach Wilhelm Busch: „Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist’s! Reise, reise!“